Droht dem globalen Populismus aufgrund von Trumps Politik ein Rückschlag?
Die Erwartung, dass Donald Trump während seiner zweiten Präsidentschaft eine Revolte der globalen Populisten gegen das politische Establishment anheizt, hat sich nicht erfüllt. Statt Unterstützung zu finden, haben seine Machtansprüche und seine umstrittenen politischen Maßnahmen, wie zum Beispiel die Zollkriege, im Ausland für Verärgerung gesorgt. Führende Politiker, die Trump offen kritisieren, haben vor Kurzem Wahlen in Kanada und Australien gewonnen.
Selbst Politiker in Ländern, in denen keine Wahlen bevorstehen, mussten sich neu auf den Umgang mit Trump ausrichten. Der britische Premierminister Keir Starmer zum Beispiel hatte in den Umfragen zu kämpfen. Sein resolutes Auftreten gegenüber Trump ließ seine Popularität jedoch in die Höhe schnellen.
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat seit seiner Wiederwahl zu kämpfen. Doch nun wirkt er plötzlich wie ein Visionär. Seit Jahren mahnt er, dass Europa selbst für seine Verteidigung sorgen muss – und Trumps Angriffe auf die europäischen Verbündeten der USA haben es Macron ermöglicht, seine inoffizielle Kampagne als einer der wichtigsten Führer der EU wieder aufleben zu lassen.