Narzissen symbolisieren Widerstand und Erinnerung an den Aufstand im Warschauer Ghetto
Der Aufstand im Warschauer Ghetto von 1943 war der größte bewaffnete jüdische Widerstand während des Zweiten Weltkriegs. Er wurde von Mordechai Anielewicz organisiert, um gegen die Nazi-Truppen zu kämpfen, die Juden in Konzentrationslager deportieren wollten. Am 19. April, dem 82. Jahrestag des Aufstands, wurden am Denkmal für die Helden in Warschau Kränze niedergelegt.
Jedes Jahr findet eine Gedenkfeier anlässlich des Aufstands statt, bei der Narzissen als Symbol der Erinnerung dienen. Marek Edelman, der letzte überlebende Anführer des Aufstands, lebte diesen Geist auch nach dem Krieg weiter vor und ehrte das Andenken an die Opfer. Jedes Jahr legt er einen Strauß gelber Narzissen am Denkmal für die Helden des Aufstandes nieder.
Die jährliche Narzissen-Kampagne, die vom POLIN-Museum für die Geschichte der polnischen Juden organisiert wird, ruft Tausende von Freiwilligen in ganz Polen und anderen Ländern zur Teilnahme auf. Sie verteilen über zwei Millionen Narzissen, um an den Aufstand zu erinnern. Mit dieser Aktion wird das kollektive Gedächtnis gestärkt und ein wichtiges Kapitel der Geschichte gewürdigt.