Britisches Start-up-Unternehmen will schmelzendes Meereis in der Arktis wieder vereisen
Letzte Woche berichtete CNN über das britische Start-up-Unternehmen Real Ice, das ehrgeizige Experimente in der kanadischen Arktis durchführt, um den Klimawandel aufzuhalten. Dazu will das Unternehmen neues Meereis erzeugen und die Eisdecke vergrößern. Ziel ist es, das Eis auf einer Fläche von einer Million Quadratkilometern zu verdicken. Das ist mehr als doppelt so groß wie Kalifornien. Dazu soll Meerwasser auf die Oberfläche gepumpt werden, um dort zu gefrieren.
Einige Wissenschaftler kritisieren diesen Ansatz als unausgereift und potenziell riskant. Real Ice hingegen argumentiert, dass der Ansatz natürliche Prozesse imitiert und für den Schutz dieses rapide schrumpfenden Ökosystems notwendig ist.
Seit Mitte der 1980er Jahre ist das Meereis in der Arktis erheblich geschrumpft. Einige Prognosen sagen eisfreie Sommer ab den 2030er Jahren voraus. Real Ice schätzt die jährlichen Kosten für die Wiedervereisung des arktischen Meereises auf 5 bis 6 Milliarden Dollar. Das Unternehmen denkt, dass die Kosten von globalen Fonds oder von Regierungen über die Vereinten Nationen getragen werden könnten.