Gerichtsurteil in Italien: Handy verursachte Hirntumor
Anfang des Monats urteilte ein italienischer Richter zugunsten eines Mannes, der geklagt hatte, dass sein gutartiger Hirntumor durch die übermäßige, berufsbedingte Nutzung seines Handys verursacht worden war. Mit dieser Entscheidung, die am vergangenen Donnerstag öffentlich bekanntgegeben wurde, wurde erstmals eine Verbindung von Hirntumoren und Handy-Nutzung hergestellt.
Roberto Romeo, ein Mitarbeiter von Telecom Italia, musste sein Handy 15 Jahre lang drei bis vier Stunden täglich beruflich nutzen. Im Jahr 2010 wurde dann bei ihm ein Tumor im Gehirn festgestellt. Ein medizinischer Fachmann sagte aus, dass der Tumor fast ein Viertel der Körperfunktionen von Romeo beeinträchtigt. Dazu zählt sein Gehör — er ist aufgrund des Tumors auf einem Ohr taub. Der Richter erkannte Romeo eine Entschädigung von 500 Euro pro Monat zu.
Obwohl die meisten wissenschaftlichen Studien zu dem Schluss kamen, dass mäßiger Gebrauch von Mobiltelefonen kein ernsthaftes Gesundheitsrisiko darstellt, zeigten einige Studien, dass eine häufigere Nutzung zu Schädigungen führen kann. Einige Experten glauben, dass die Technologie noch zu neu ist, um die langfristigen Wirkungen zu verstehen.