Ärzte sehen Zunahme von Parasiteninfektionen durch Sushi
Die wachsende Beliebtheit von Sushi in westlichen Ländern ist möglicherweise mit einem anderen, weniger erfreulichen Trend verbunden: einer Zunahme von Parasiteninfektionen. In einer am letzten Donnerstag im British Medical Journal Case Reports veröffentlichten Studie berichteten portugiesische Ärzte von einem Patienten, der sich nach dem Verzehr von rohem Fisch mit einem Wurmparasiten infiziert hatte.
Die als Anisakiasis-Erkrankung bekannte Parasiteninfektion kann auftreten, wenn roher Fisch kontaminiert ist. Obwohl die meisten gemeldeten Fälle aus Japan stammen, verzeichnen Wissenschaftler eine Zunahme der Infektionen in Europa, insbesondere in Spanien, wo der Parasit mit dem Verzehr von rohen Sardellen in Verbindung gebracht wird. Auch in den USA und in Südamerika sind Fälle aufgetreten.
Bei der Infektion setzen sich die Larven des Wurmparasiten im Magen-Darm-Trakt fest. Zu den Symptomen zählen starke Bauchschmerzen, Erbrechen und allergische Reaktionen, wie z. B. Schwellungen und Ausschlag. Da es keine Medikamente dagegen gibt, muss der Wurm chirurgisch entfernt werden.