| Michael: | Jedes Jahr Ende November, spätestens Anfang Dezember, ist es soweit und sie sprießen wie Pilze aus dem Boden. Die Rede ist natürlich von Weihnachtsmärkten in Deutschland. Die Menschen kommen in Scharen, vor allem wegen der gemütlichen Atmosphäre. Aber natürlich kommen sie auch wegen des kulinarischen Angebots. |
| Jana: | Mit dem kulinarischen Angebot meinst du vor allem die zahlreichen Stände, an denen Glühwein verkauft wird, oder? An diesen Ständen ist fast immer der Bär los. |
| Michael: | Glühwein gehört zu einem Weihnachtsmarkt eben dazu. |
| Jana: | Eigentlich nicht. |
| Michael: | Wieso nicht? Ich kenne keinen Weihnachtsmarkt, auf dem er nicht verkauft wird. |
| Jana: | Weihnachtsmärkte haben ihren Ursprung im Mittelalter. Damals deckten sich die Leute vor allem mit Fleisch und anderen notwendigen Dingen für den Winter ein. Alkohol, geschweige denn Glühwein, gab es dort noch nicht zu kaufen. |
| Michael: | Das klingt so, als ob die Märkte früher mit dem Weihnachtsfest überhaupt nichts zu tun hatten. |
| Jana: | Stimmt, sie waren eher eine Art Wochenmarkt, der kurz vor dem Kälteeinbruch für ein oder zwei Tage öffnete. |
| Michael: | Und wie ist daraus dann das entstanden, was wir heute mit einem Weihnachtsmarkt verbinden? |