Der Liebesbaum
| Michael: | Hier eine Meldung für alle unsere Hörerinnen und Hörer, deren Liebesleben aus dem letzten Loch pfeift. Schreiben Sie an den berühmten deutschen Liebesbaum! Die sogenannte Bräutigamseiche ist über 500 Jahre alt und steht in Schleswig-Holstein. Sie hat ihre eigene Postadresse. |
| Jana: | Ein Baum mit einer eigenen Postadresse? Wie geht das denn bitte schön? |
| Michael: | Das geht wunderbar. Wenn du einen Brief schreibst und ihn an Bräutigamseiche, Dodauer Forst, 23701 Eutin adressierst, watschelt ein Postbote durch den Dodauer Forst und steckt den Brief in ein Astloch der Eiche. |
| Jana: | Was? Ich verstehe nur Bahnhof. Unsere Deutsche Post liefert Post an einen Baum in einem Wald? |
| Michael: | Ja. Und im Spreewald per Gondel und auf der Zugspitze per Seilbahn. |
| Jana: | Ahh. Jetzt weiß ich wenigstens, warum unsere Deutsche Post aus dem letzten Loch pfeift. |
| Michael: | Das ist ein fairer Punkt. |
| Jana: | Darf ich fragen, warum die Post das macht und seit wann? |
| Michael: | Die Post macht das seit 1927. Die Eiche hat sich zu einem Touristen-Hotspot entwickelt. Touristen aus der ganzen Welt besuchen die Eiche und dürfen die Briefe lesen. Wenn ein Brief jemanden persönlich anspricht, darf der Leser ihn mitnehmen. |
Die Redewendung aus dem letzten Loch pfeifen bedeutet, total erschöpft zu sein. Man ist am Ende seiner Kräfte und kann nicht mehr weiter. Das kann sich auf die körperlichen und geistigen Kapazitäten beziehen, aber auch auf wirtschaftliche und finanzielle Mittel.
Der Ausdruck aus dem letzten Loch pfeifen ist sowohl in der schriftlichen, als auch in der gesprochenen deutschen Sprache gleichermaßen zu finden. Er ist ein wenig umgangssprachlich, aber generell nicht verfänglich.
Die Redewendung gibt es schon seit dem 17. Jahrhundert. Sie bezieht sich auf die Löcher eines Blasinstruments, zum Beispiel einer Flöte. Wenn man auf dem letzten Loch bläst, erklingt der höchste Ton, den das Instrument spielen kann. Danach sind die Möglichkeiten des Instruments erschöpft: Es kann kein höherer Ton gespielt werden.
Übersetzungen ins Englische für aus dem letzten Loch pfeifen sind “to be exhausted“, “to be on one’s last leg“, “to be drained“.
I was so ready for my vacation. I have been working hard all year and now I’m exhausted.
We recently went hiking in the mountains. It was really demanding and when we came back I was on my last leg.
It is nice to own a house, but the expenses quickly add up and it can get quite expensive. Right now I’m drained as I also need to feed my family.
Der Ausdruck aus dem letzten Loch pfeifen ist sowohl in der schriftlichen, als auch in der gesprochenen deutschen Sprache gleichermaßen zu finden. Er ist ein wenig umgangssprachlich, aber generell nicht verfänglich.
Die Redewendung gibt es schon seit dem 17. Jahrhundert. Sie bezieht sich auf die Löcher eines Blasinstruments, zum Beispiel einer Flöte. Wenn man auf dem letzten Loch bläst, erklingt der höchste Ton, den das Instrument spielen kann. Danach sind die Möglichkeiten des Instruments erschöpft: Es kann kein höherer Ton gespielt werden.
Übersetzungen ins Englische für aus dem letzten Loch pfeifen sind “to be exhausted“, “to be on one’s last leg“, “to be drained“.
Beispiel 1:
Das wurde auch Zeit mit dem Urlaub. Ich habe das ganze Jahr gearbeitet und jetzt pfeife ich aus dem letzten Loch.I was so ready for my vacation. I have been working hard all year and now I’m exhausted.
Beispiel 2:
Wir waren letztens ein paar Tage in den Bergen wandern. Das war ganz schön anstrengend und als wir zurückgekommen sind, habe ich aus dem letzten Loch gepfiffen.We recently went hiking in the mountains. It was really demanding and when we came back I was on my last leg.
Beispiel 3:
Es ist zwar schön, ein Haus zu besitzen, aber die Kosten summieren sich schnell und es wird ganz schön teuer. Im Moment pfeife ich aus dem letzten Loch, meine Familie will ich ja auch noch ernähren.It is nice to own a house, but the expenses quickly add up and it can get quite expensive. Right now I’m drained as I also need to feed my family.