| Jana: | Heute ist Donnerstag, der 28. März 2019. Herzlich willkommen zu unserer wöchentlichen Ausgabe von „News in Slow German“! Hallo liebe Hörer! Hallo Michael! |
| Michael: | Hallo Jana! Hallo zusammen! |
| Jana: | Im ersten Teil unseres Programms wird es um aktuelle Ereignisse gehen. Wir beginnen mit der Veröffentlichung des Berichts von Sonderermittler Robert Mueller nach seiner fast zweijährigen Untersuchung zu den Verbindungen zwischen dem Wahlkampfteam von Donald Trump und der russischen Regierung. Anschließend sprechen wir über die Befreiung des letzten vom IS kontrollierten Gebiets in Syrien durch die Koalitionstruppen. Danach unterhalten wir uns über den World Happiness Report 2019. Und zum Schluss sprechen wir über die Städte der Welt, in denen das Leben am teuersten ist. Dabei berufen wir uns auf die vom Marktforschungsunternehmen Economist Intelligence Unit veröffentlichte Umfrage zu den weltweiten Lebenshaltungskosten von 2019. |
| Michael: | Super! |
| Jana: | Das ist aber noch nicht alles, Michael! Im zweiten Teil unseres Programms wird es um die deutsche Kultur und die deutsche Sprache gehen. Im Grammatikteil geht es heute um den Konjunktiv II ohne Hilfsverben und wir beenden unser Programm mit einer neuen deutschen Redewendung: „Ab und zu“. |
| Michael: | Klingt super, Jana! Los geht's! |
| Jana: | Ja, Michael, lass uns keine Zeit verlieren. Los geht's! |
Am vergangenen Freitag beendete der Sonderermittler Robert Mueller seine fast zweijährigen Ermittlungen zu den Verbindungen zwischen dem Wahlkampfteam von Donald Trump und der russischen Regierung. Laut dem Bericht wurden keine Beweise dafür gefunden, dass es Absprachen zwischen Präsident Trump oder seinem Team mit Russland gegeben hat, um die Präsidentschaftswahlen von 2016 zu beeinflussen. Der Bericht machte jedoch keine Aussage dazu, ob Trump sich der Justizbehinderung schuldig gemacht hat, als er versuchte, die Ermittlungen zu behindern.
Am Samstag erklärte eine von den USA unterstützte kurdisch geführte Gruppe die vollständige „territoriale Niederlage“ der Terrormiliz IS und eine „totale Eliminierung des sogenannten Kalifats“. Diese Ankündigung markiert das Ende einer langen weltweiten Kampagne, um die extremistische Gruppe zu zerschlagen.
Seit Monaten kämpfen die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) in einem kleinen Gebiet im Süden Syriens gegen Kämpfer des IS. Letztes Wochenende erklärten die SDF nun, dass sie dieses Gebiet erobert hätten. Es war ein vernichtender Schlag für den IS, der 2014 in Syrien und im Irak ein Gebiet von insgesamt der Größe Großbritanniens kontrollierte. Damals lebten rund 10 Millionen Menschen unter der Kontrolle der Terrormiliz.
Am Samstag erklärte ein SDF-Kommandant gegenüber National Public Radio, dass dies „nicht nur für uns, sondern für die ganze Welt ein Sieg“ sei. Es gibt jedoch Bedenk
Finnland führt das zweite Jahr in Folge den Index der glücklichsten Länder an, dicht gefolgt von Dänemark, Norwegen und Island. Der World Happiness Report, der am 20. März vom UNO-Netzwerk „Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung“ (SDSN) veröffentlicht wurde, stuft 156 Länder danach ein, wie glücklich ihre Bürger sich selbst einschätzen. Deutschland rangierte auf Platz 17, zwei Ränge tiefer als im Vorjahr.
In dem Bericht wurde festgestellt, dass die Zufriedenheit im Allgemeinen trotz des anhaltenden Wirtschaftswachstums weltweit gesunken ist. Dieser Rückgang ist zum Teil auf eine starke Abnahme der Zufriedenheit in den dicht besiedelten Ländern wie Indien, den USA und Ägypten zurückzuführen. Einkommensungleichheit, soziale Isolation, Verschlechterung der Gesundheitsbedingungen für einen Großteil der Bevölkerung, ein nachlassendes soziales Vertrauen und ein sinkendes Vertrauen in die Reg
Letzte Woche veröffentlichte das Marktforschungsunternehmen Economist Intelligence Unit seine Umfrage zu den weltweiten Lebenshaltungskosten für 2019. Die Umfrage listet Paris als eine der teuersten Städte der Welt. Die französische Metropole teilt sich die Spitzenposition mit Hongkong und Singapur.
Die Umfrage umfasst 133 Städte. Berücksichtigt wurden die Preise für 160 Produkte und Dienstleistungen in Kategorien wie Lebensmittel, Miete, Kleidung und Nahverkehr. Andere Städte, die in diesem Jahr mit an der Spitze lagen, waren Zürich, Genf, Osaka, Seoul, Kopenhagen, New York, Tel Aviv und Los Angeles. Währungsabwertung und eine hohe Inflation führten dazu, dass mehrere Städte in der Rangliste abrutschten: Buenos Aires und Istanbul fielen beispielsweise im Vergleich zum Vorjahr jeweils um 48 Ränge.
Betrachtet man die Rangliste entsprechend der einzelnen Kategorien, sind asiatische Städte
| Jana: | Würdest du deinen Job kündigen, wenn du im Lotto gewännest? |
| Michael: | Pfff. Ich spiele grundsätzlich kein Lotto. Wenn die Chancen ein wenig über „nicht vorhanden bis null“ lägen, würde ich mir die Sache überlegen. Aber so wie es ist, kommt es meiner Meinung nach einem Betrug gleich. |
| Jana: | Wenn du nicht spielst, kannst du auch nicht gewinnen. |
| Michael: | Das sagen alle Trottel dieser Welt. Deutschland spielt was, 6 aus 49 plus Superzahl? Das ist eine Chance von, warte mal …, Taschenrechner … 0,00000072 %, wenn ich mich nicht verrechnet habe. Also praktisch 0. Wenn ich mein Geld dafür ausgäbe, wäre ich ein Vollidiot. |
I. Recap
The conditional in German is expressed through the Konjunktiv II also known as the second subjunctive. There are two ways to convey the conditional in German: using the modal verb würden with an infinitive (the method used most of the time), or by using the specific conditional conjugation of the verb (the subjunctive II form). The würden option is discussed further in another lesson.| Ich würde es wissen (conditional conveyed with würden). I would know it. Das wüsste ich nicht (subjunctive II). I wouldn’t know that. |
II. Subjunctive II vs. Würden
A. Most verbs, especially in the spoken language, use würden to express the conditional. This is mainly due to the fact that the subjunctive II forms of regular verbs are indistinguishable from their simple past forms because both take the endings: (-e, -est, -e, -en, -et, -en). Subjunctive II forms may be found in older texts, but the use of würden is becoming more and more popular even in writing.| Ich tanzte im Nachtclub (simple past). I danced at the nightclub. Ich *tanzte, wenn ich mir nicht das Bein gebrochen hätte (conditional). I would dance, had I not broken my leg. *although technically correct, this would not be used in most situations as to avoid ambiguity. Als er schnell arbeitete, hat er viele Fehler gemacht (simple past). When he was working quickly, he made a lot of mistakes. Wenn er schnell arbeitete, würde er viele Fehler machen (conditional). If he worked quickly, he would make many mistakes. |
B. Here, we see the difference between the tenses with a strong verb. Although in spoken language, würden is still often used, forms like this can still be found in writing although würden continues to gain frequency in both writing as well as in the oral language:
| Er kam nach der Arbeit nach Hause (simple past). He came home after work. Er käme früh nach Hause, wenn er nicht so viel Arbeit hätte (conditional). He would come home early, if he didn’t have so much work. Das Mädchen blieb zu Hause, weil sie krank war (simple past). The girl stayed home because she was sick. Wäre das Mädchen krank, bliebe sie zu Hause (conditional). Were the girl sick, she would stay home. |
C. Sein, haben, and gehen are almost always found in the subjunctive II form.
| Wenn ich reich wäre (sein), würde ich eine Weltreise machen. If I were rich, I would take a trip around the world. Hätte (haben) ich Zeit, würde ich Französisch lernen. If I had time, I would learn French. Wenn sie uns einladen würde, gingen (gehen) wir zur Party. If she would invite us, we would go to the party. |
| Jana: | Und? Was hast du Aufregendes letzte Woche gemacht? |
| Michael: | Ich wollte am Wochenende eigentlich nur faulenzen. Diesen Luxus sollte man sich ab und zu schon mal gönnen. |
| Jana: | Das hört sich aber nach einem großen ABER an? |
| Michael: | ABER eine gute Bekannte meines Mitbewohners kommt aus Schwaben, genauer gesagt aus Nördlingen, und sie hatte uns zu ihrer Familie eingeladen. |
| Jana: | Michael hat sich also ins Schwabenland gewagt! Der Name Nördlingen kommt mir bekannt vor. Was gibt es denn da so? Was habt ihr gemacht? |
| Michael: | Wusstest du, dass Nördlingen eine Kirche hat, die aus 5.000 Karat Diamanten besteht? |
Die Redewendung ist eher umgangssprachlich, aber man kann sie auch in formellen Situationen verwenden. Der Ursprung dieser Redensart ist unbekannt. Im Nord- und Mittelhochdeutschen würde man auch ab und an verwenden. Ab ist laut dem Deutschen Wörterbuch von 1854 „ein uralter Partikel, der früher eine rege, weitverwaltende Präposition war und heute fast nur als Adverb in vielen Zusammensetzungen übrig ist.“ Dort kann man auch finden, dass es sich bei dem Wort an ebenfalls um eine Präposition handelt. „Während alle praepositionskraft des ab uns fast erlosch, hat die des an sich voll enthalten, und je nachdem ruhe oder bewegung ausgedrückt werden soll, fordert es einen dat. oder acc.“
Die wortwörtliche Übersetzung von ab und zu ist from and to. Auf Englisch würde man vielleicht “from time to time” oder “now and then” oder “every so often” sagen.
Beispiel 1:
Weil Klaus ab und zu in die Dominikanische Republik in den Urlaub flog, wusste er, dass man auch dort den Karneval feiert.Because from time to time Klaus flew to the Dominican Republic on vacation, he knew that carnival was celebrated there as well.
Beispiel 2:
Ab und zu vergaß Corinna, ihre Topfpflanzen zu gießen. Dies war der Grund, warum diese so kläglich aussahen.Every so often, Corinna forgot to water her potted plants. This was the reason why they did looked so sad.
Hint: Be aware of certain instances in which the simple past is needed rather than the conditional.
Deutsch 4
Aufsatz 1
Wenn ich in der Lotterie a. gewann b. gewänne , würde ich zuerst einen Teil des Geldes investieren. Ich glaube, dass das eine praktische Strategie a. wäre b. sein würde , Vermögen aufzubauen. Danach a. gab b. gäbe ich meinen Eltern etwas Geld, damit sie in Rente gehen können. Weil ich schon immer ein Interesse an Reisen a. hätte b. hatte , würde ich sicher mit dem Geld eine große Weltreise machen. Ich a. würde...reisen b. reiste nach Asien, Europa und Afrika . Wenn ich nach Kambodscha a. flöge b. flog , würde ich dort den alten Tempel Angkor Wat besichtigen. Es a. würde...sein b. wäre auch toll, die lokalen Spezialitäten zu probieren.
Nach dem Reisen a. fände b. fand ich einen neuen Wohnsitz. Ich a. hätte b. würde..haben gern eine Penthouse-Wohnung in einer modernen Stadt; New York zum Beispiel. Dort a. würde...veranstalten b. veranstaltete ich schicke Partys mit Promis. Obwohl es nicht nötig a. war b. wäre zu arbeiten, möchte ich meine eigene Sprachschule gründen, wo ich Deutsch unterrichten würde.
- Wenn ich jünger , würde ich mehr reisen (sein).
- wir mehr Geld, würden wir ein größeres Haus kaufen (haben).
- Ohne meinen Hund ich nie in der Stadt spazieren (gehen).
- Der Verdächtige tut, als ob er unschuldig (sein), und deshalb hat die Polizei ihn verhaftet.
- Ich nichts, wenn ich an deiner Stelle wäre (tun).
- Der verzweifelte Mann tut, als es keine Lösung (geben).
- Wenn ich , dass sie nicht gut miteinander auskommen, würde ich sie nicht einladen (wissen).
- wir bei dem Treffen, würden wir eine Lösung vorschlagen (sein).
- Wenn der Zug rechtzeitig , wäret ihr pünktlich (ankommen).
- Ich den Film großartig, wenn die Sondereffekte besser wären (finden).