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Im Wandel der Zeit

Abriegelung der Grenze

Abriegelung der Grenze
„Weißt du, was das zu bedeuten hat?“, fragte Helga mit einem ängstlichen Unterton. „Was denn?“, fragte Günter gähnend zurück. Es war noch früh am Morgen. Er hatte sich eigentlich darauf gefreut, an diesem Sonntag auszuschlafen. „Die rollen Stacheldraht entlang der Grenze aus.“ Helga war gerade von ihrer Nachtschicht aus der Charité gekommen. „Die machen doch nicht etwa die Grenze dicht?!“ Die Charité, Berlins ältestes Krankenhaus, lag direkt an der Sektorengrenze in Ost-Berlin. Helga hatte sich schon immer gerne um andere Menschen gekümmert und sich vor ungefähr einem Jahr darum bemüht, eine Ausbildung als Krankenschwester zu beginnen. In der Charité hatte man ihr Engagement gleich erkannt und sie voll eingespannt. „Jetzt mal den Teufel nicht an die Wand. Beruhig’ dich erstmal“, sagte Günter. „Wer sind denn die?“, wollte er wissen. „Na die Volkspolizei, ich habe sie doch genau gesehen“, Helga war immer noch aufgebracht. „Bist du dir sicher? War es nicht noch dunkel?“, Günter fing an, sich Gedanken zu machen, ließ sich seine Bedenken aber nicht anmerken. „Es könnte doch auch sein, dass was passiert ist. Da wird vielleicht ein Gebiet abgesperrt, weil die Volkspolizei ermittelt“. Günt

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