Im Wandel der Zeit
Die Flucht, Teil 3 - Auf dem Weg nach Hamburg
Hans wartete. Seinem
Gefühl nach zu
urteilen, müssten mehrere Stunden
vergangen sein, doch erst jetzt
dämmerte der Morgen. Noch immer gab es
keine Spur von Ursula. Zwar befand sich Hans nach seinem
Grenzübertritt scheinbar auf dem
Boden der
Bundesrepublik Deutschland, doch er sah sich noch nicht
in Sicherheit. Er wollte es
vermeiden, nach Ursula zu
rufen, da er
befürchtete, dass die Grenzpolizisten ihn so
aufspüren könnten. Eigentlich konnten sie ihn jetzt nicht mehr
festnehmen, er befand sich
anscheinend ja nicht mehr in der DDR. Aber
riskieren wollte Hans es
trotzdem nicht. Er bewegte sich
auf dem Boden kriechend wieder ein
Stück zur
Kreuzung zurück, um die Straße zu
überblicken, auf der er über die Grenze gelaufen war.
Mittlerweile war es
hell genug, dass er einige hundert Meter
weit gucken konnte. „Eigentlich ein schöner
Morgen“, dachte Hans. „
Nur die
Umstände könnten ein wenig
entspannter sein“. In einiger
Entfernung konnte er
klar und
deutlich das
Schild erkennen, an dem er
vorbeigelaufen war. Was darauf
geschrieben stand, konnte er aus dieser Entfernung allerdings nicht
erkennen. Er war sich eigentlich
zu hundert Prozent sicher, dass dies das
Grenzschild war. Doch jetzt
mach