Neue Studie: Warum manche Schmetterlinge 25-mal länger leben als andere
In einer am 16. Juni in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichten Studie lüften Wissenschaftler einige Geheimnisse der Langlebigkeit von Heliconius-Schmetterlingen, die in Mittel- und Südamerika vorkommen. Während die meisten Schmetterlinge nur wenige Wochen lang leben, können manche Heliconius-Arten bis zu 348 Tage alt werden. Das ist mehr als 25-mal länger als ein normaler Schmetterling.
In dieser Studie konzentrierten sich die Wissenschaftler auf die ungewöhnliche Ernährung dieser Schmetterlinge. Die meisten ausgewachsenen Schmetterlinge ernähren sich ausschließlich von Blütennektar, der als Nährstoffquelle lediglich Kohlenhydrate liefert. Heliconius-Arten haben jedoch die besondere Angewohnheit, sich nicht nur von Nektar, sondern auch von Pollen zu ernähren. Pollen liefern essenzielle Aminosäuren und Lipide, die die Energie, Immunität und Fortpflanzungsfähigkeit steigern.
Doch selbst mit einer pollenfreien Ernährung leben viele Heliconius-Schmetterlinge sehr viel länger als ihre nicht pollenfressenden Verwandten. Daher vermuten die Wissenschaftler, dass diese Schmetterlinge im Laufe der Evolution Mechanismen zum Schutz vor Alterung entwickelt haben, die über die