Mehrheit der EU-Bevölkerung für Erweiterung der EU
Die EU-Erweiterungspolitik hat nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine an Schwung gewonnen. Eine von Euronews organisierte Debatte zur EU-Erweiterung ist für den 4. November in Brüssel geplant. Derzeit gibt es neun offizielle Kandidaten für eine EU-Mitgliedschaft. Montenegro ist in diesem Prozess am weitesten fortgeschritten und strebt bis 2028 eine volle Mitgliedschaft an.
Eine aktuelle Eurobarometer-Umfrage zeigt, dass 56 % der Europäer die Erweiterung der EU unterstützen, wobei Schweden (79 %), Dänemark (75 %) und Litauen (74 %) besonders stark dafür sind. Österreich, die Tschechische Republik und Frankreich sind am wenigsten offen dafür. Vor allem jüngere Menschen befürworten die Erweiterung. 67 % der 15- bis 24-Jährigen sind dafür.
Allerdings bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich möglicher negativer Konsequenzen. Dazu zählen unkontrollierte Einwanderung (40 %), mögliche Korruption und Kriminalität (39 %) sowie finanzielle Belastungen für die Steuerzahler (37 %). Viele EU-Bürger sind der Meinung, dass die Erweiterung der EU von Maßnahmen zur Wahrung der Rechtsstaatlichkeit begleitet werden sollte (44 %) und dass die Verpflichtung zu EU-Reformen sichergestellt werden muss (