Rule of Law Index 2025: Weltweiter Rückgang der Rechtsstaatlichkeit
Am 28. Oktober veröffentlichte das World Justice Project den Rule of Law Index 2025. Dänemark, Norwegen, Finnland und fünf weitere EU-Länder erzielten weltweit die höchsten Werte. Insgesamt ging die Rechtsstaatlichkeit im Jahr 2025 in 68 % der Länder zurück, verglichen mit 57 % im Jahr 2024. Am stärksten war der Rückgang in Russland, das damit auf Platz 128 von 143 Ländern zurückfiel.
In der EU gab es den stärksten Rückgang in Ungarn und der Slowakei. Bulgarien und Ungarn erzielten insgesamt die niedrigsten Werte. Die größten Verbesserungen gab es in Irland und Polen. In 75 % der EU-Länder nahm die Diskriminierung zu und die Justiz wurde weniger unparteiisch. In den meisten EU-Ländern gerieten die Gerichte zunehmend unter unzulässigen Einfluss der Regierung.
Venezuela, Afghanistan, Kambodscha, Haiti und Nicaragua liegen am unteren Ende des Index. Neben Russland gab es im Sudan und in Mosambik den stärksten Rückgang. Zu den Ländern mit den größten Verbesserungen zählen die Dominikanische Republik, Senegal und Sierra Leone. Der Index umfasst 143 Länder, wobei Katar zum ersten Mal miteinbezogen wurde.