Genetische Studie verknüpft den Ursprung der Kartoffel mit der Tomate
Eine neue Studie, die letzte Woche in der Fachzeitschrift Cell veröffentlicht wurde, gibt Aufschluss über den Ursprung der Kartoffel. Sie entstand vor neun Millionen Jahren aus der Kreuzung südamerikanischer kartoffelähnlicher Pflanzen (Etuberosum) und Wildtomatenpflanzen. Ein internationales Forscherteam analysierte 128 Genome der verwandten Arten und kam zu dieser überraschenden Schlussfolgerung.
Die Wissenschaftler beschreiben eine genetische Verwandtschaft zwischen Kartoffeln und Tomaten, obwohl sich die beiden Pflanzen äußerlich deutlich voneinander unterscheiden. Die für die Knollenbildung verantwortlichen Gene sind eine Kombination aus dem genetischen Material beider evolutionärer Elternteile. Das Gen, das der Pflanze mitteilt, wann sie mit der Knollenbildung beginnen soll, stammt ursprünglich von der Tomate. Etuberosum steuerte das Gen bei, das für das Wachstum der unterirdischen Triebe verantwortlich ist, aus denen sich die Knollen bilden.
Die Studie zeigt Möglichkeiten zur Verbesserung kultivierter Kartoffelsorten durch Gentechnik auf. Kartoffeln werden in der Regel durch Klonen vermehrt und haben deshalb eine nur geringe genetische Vielfalt. Die Studie bietet Einblicke in