Fehlinformationen werden schneller auf Social Media verbreitet als Warnungen vor extremen Wetterereignissen
Eine am 22. Juli vom Center for Countering Digital Hate veröffentlichte Studie beschäftigt sich mit der Verbreitung von Fehlinformationen zu Wetterereignissen und zum Klima auf Social Media. Die Studie zeigt, dass sich falsche Informationen und Verschwörungstheorien über extreme Wetterereignisse und Katastrophenhilfe auf Plattformen wie Meta, X und YouTube schneller verbreiten als wichtige Katastrophenalarmmeldungen.
Eine Analyse von 300 viralen Posts zu aktuellen Wetterkatastrophen ergab, dass irreführende Informationen größtenteils unmoderiert blieben. Nur 2 % der Posts auf Meta (Facebook, Instagram), 1 % der Posts auf X (Twitter) und keiner der Posts auf YouTube wurden auf ihre Richtigkeit überprüft oder mit Community Notes versehen.
Der Studie zufolge waren vor allem namhafte, verifizierte Nutzer für die meisten Fehlinformationen verantwortlich. Ihre Posts wurden in kritischen Zeiten häufiger aufgerufen als die von zuverlässigen Quellen wie FEMA oder etablierten Nachrichtenagenturen. Die Autoren der Studie sagen außerdem, dass das Geschäftsmodell dieser Plattformen von Entrüstung, Spaltung und Desinformation profitiert.