Können winzige Roboter bakterielle Infektionen bekämpfen?
Eine Studie, die letzte Woche in der Zeitschrift Science Robotics veröffentlicht wurde, könnte den Weg zur Bekämpfung bakterieller Infektionen ebnen. Forscher haben winzige Roboter entwickelt, die nicht größer als ein Staubkorn sind, um hartnäckige Nasennebenhöhlen-Infektionen zu behandeln. Sie werden in die Nasennebenhöhle injiziert und durch elektromagnetische Kräfte gesteuert.
Diese Mikroroboter wurden in Tierversuchen erfolgreich getestet. Sie können sich aufheizen, wodurch chemische Reaktionen katalysiert werden, die bakterielle Infektionen beseitigen und möglicherweise die Abhängigkeit von Antibiotika verringern. Der Einsatz der Roboter könnte sich in den nächsten fünf bis zehn Jahren auf die Behandlung von Blasen- und Darminfektionen ausweiten.
Die Forscher sind sich der Risiken bewusst, die damit verbunden sind, dass die Mikroroboter nach der Behandlung im Körper verbleiben könnten. Solche Risiken sind auch der Grund für die Besorgnis über langfristige Nebenwirkungen und die Skepsis der Öffentlichkeit gegenüber dem Einsatz der Roboter. Die Forscher betonen jedoch die Vorteile der Mikroroboter verglichen mit herkömmlichen Medikamenten.