Konservativer Historiker gewinnt die Präsidentschaftswahlen in Polen
Am Sonntag wurde der rechtspopulistische Historiker Karol Nawrocki mit 50,9 % der Stimmen zum neuen Präsidenten Polens gewählt. Er setzte sich damit knapp gegen den liberalen Bürgermeister von Warschau Rafal Trzaskowski durch, der 49,1 % der Stimmen erhielt. Dies ist ein Schlüsselmoment in der polnischen Politik, der den Rechtspopulismus dort stärkt und die ideologische Kluft innerhalb des Landes verdeutlicht.
Es wird erwartet, dass der Sieg von Nawrocki die konservative Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) stärken wird. Die PiS will bei den Parlamentswahlen 2027 Ministerpräsident Donald Tusk und seine EU-freundliche politische Linie herausfordern. Nawrocki unterstützt traditionelle katholische Werte und die polnische Souveränität innerhalb der EU, und er ist gegen die Klimapolitik und die Einwanderungspolitik des Bündnisses.
Nawrocki ist entschieden russlandkritisch, unterstützt die Ukraine jedoch eher verhalten. Er knüpft seine Unterstützung für die EU- und NATO-Bewerbung der Ukraine an symbolische und materielle Zugeständnisse im Zusammenhang mit den Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs. Als Fan von Donald Trump betont Nawrocki, wie wichtig es ist, die Beziehungen zu den USA zu st