Amazon steigt offiziell in das Geschäft der weltraumbasierten Internetdienste ein
Am vergangenen Freitag hat eine Atlas-5-Rakete der United Launch Alliance zwei Amazon-Satelliten in die Umlaufbahn gebracht. Die beiden Prototypen sind Teil von Amazons zukünftigem Satelliten-Internetdienst, dem Kuiper-Projekt. Das Unternehmen plant, eine Satellitenkonstellation mit mehr als 3.000 Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn in direkter Konkurrenz zum Starlink-Internetdienst von SpaceX zu stationieren.
Im Gegensatz zu früheren gescheiterten Versuchen setzt das gegenwärtige Weltraum-Internetdienstmodell nicht auf riesige und teure Satelliten in geostationären Umlaufbahnen. Stattdessen kreisen die Satelliten in einer Höhe von weniger als 1.000 km um die Erde. Konstellationen erfordern jedoch eine große Anzahl billigerer und kleinerer Satelliten, wie die 4.500, die bereits von Starlink betrieben werden.
Satellitenkonstellationen sind umstritten. Sie haben die Zahl der Objekte in der Erdumlaufbahn drastisch erhöht, was die Gefahr von Kollisionen vergrößert. Die Behörden verlangen nun zusätzliche Maßnahmen, um die Verbreitung von Weltraumschrott einzudämmen, z. B. das Deorbiting von Satelliten nach dem Ende ihrer Mission.