Zwei neue großangelegte Studien erklären Unterschiede bei Schweregrad und Symptomen von COVID-19
Am 7. März veröffentlichte die Zeitschrift Nature zwei separate Studien zur COVID-19-Pandemie. Eine Studie untersuchte, wie sich COVID-Infektionen auf das menschliche Gehirn auswirken. Die andere Studie befasste sich mit genetischen Fragen. Dazu wurde die DNA von nicht infizierten Personen mit der DNA von 7.491 COVID-Patienten verglichen, die auf Intensivstationen lagen.
In der Gehirnstudie analysierten die Forscher 785 Patienten, die vor und während der Pandemie einen Hirnscan hatten. Mehr als die Hälfte dieser Patienten infizierte sich zwischen den beiden Scans mit COVID. Die Vergleiche zeigten für COVID-Patienten Schrumpfung und Gewebeschäden in Hirnregionen, die mit dem Geruchssinn und den geistigen Fähigkeiten zusammenhängen.
In der genetischen Studie wurden neue Genvarianten identifiziert, die mit der Aufnahme in die Intensivstation im Zusammenhang stehen. Die identifizierten Gene beeinflussen unter anderem die Blutgerinnung, das Immunsystem und die Intensität von Entzündungen. Die Daten zeigen, warum manche Patienten einen lebensbedrohlichen Krankheitsverlauf und andere keine Symptome haben, und sie könnten die Grundlage für neue Therapien sein.