Störung der inneren zirkadianen Uhr könnte Alzheimer-Krankheit verursachen
Am 10. Februar veröffentlichte die Zeitschrift Plos Genetics eine neue Studie, die den Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und Alzheimer bestätigt. Wissenschaftler wussten bereits, dass Patienten Jahre, bevor bei ihnen die Alzheimer-Krankheit ausbricht, Schlafstörungen haben können. Es war jedoch unklar, ob das eine das andere verursacht.
Alzheimer steht im Zusammenhang mit abnormen Proteinablagerungen im Gehirn. Eines dieser Proteine ist das Beta-Amyloid-Protein, ein natürlich im Körper vorkommendes Protein, das im gesunden Gehirn problemlos abgebaut werden kann. Bei der Alzheimer-Krankheit funktioniert dieser Abbau nicht. Es entstehen die sogenannten Beta-Amyloid-Plaques, die am Ende die Kommunikation zwischen den Nervenzellen verhindern. Die neue Studie zeigt, dass die Fähigkeit des Gehirns, Beta-Amyloid abzubauen, von der 24-stündigen inneren zirkadianen Uhr gesteuert wird.
Die neuen Erkenntnisse könnten zu Therapien führen, die möglicherweise das Alzheimer-Risiko verringern oder die Symptome lindern könnten. Den Forschern zufolge könnte es möglich sein, die Fähigkeit des Gehirns zum Abbau von Beta-Amyloid durch einfache Lichteinwirkung zu stimulieren.