Hunde trauern, wenn ein anderer Hund im Haus stirbt
Menschen sind vom Verlust eines geliebten Menschen zutiefst betroffen. Das kann sich in veränderten Schlafgewohnheiten bis hin zu Appetitlosigkeit bemerkbar machen. Trauer ist jedoch nicht nur eine menschliche Eigenschaft. Auch bei Menschenaffen, Delfinen, Elefanten und Vögeln wurden Rituale im Zusammenhang mit dem Tod von Artgenossen beobachtet, die dem Trauern ähneln.
Am 24. Februar wurde in der Fachzeitschrift Scientific Reports eine Studie veröffentlicht, die ähnliche Verhaltensänderungen bei Hunden feststellte, die einen Hundegefährten verloren haben. Die Wissenschaftler untersuchten, wie Hunde Trauer erleben. Sie analysierten die Aussagen von 426 Italienern, die mehrere Hunde besaßen. Die Hundebesitzer füllten dazu einen Fragebogen über das Verhalten ihrer Hunde aus.
Alle Studienteilnehmer hatten einen ihrer Hunde verloren, während mindestens ein anderer Hund weiterlebte. 86 % der Besitzer gaben an, dass ihre überlebenden Hunde nach dem Tod eines anderen Hundes Verhaltensänderungen gezeigt hatten. Die Hunde spielten und fraßen weniger. Außerdem neigten sie dazu, mehr zu schlafen und benötigten mehr Aufmerksamkeit.