Prähistorische Affen auf Überfahrt über den Atlantik
Wissenschaftler glauben, dass die ausgestorbenen Ucayalipithecus-Affen vor 35 Millionen Jahren den Atlantik von Afrika nach Südamerika überquert haben. Dies wäre eine etwa 1.400 Kilometer lange Reise gewesen, da der Atlantik damals nicht so breit war wie heute. Es wird davon ausgegangen, dass die Affen ihre Reise auf schwimmenden Inseln gemacht haben könnten, die bei tropischen Stürmen von der Küste Afrikas weggerissen worden waren. Diese Theorie basiert auf Backenzähnen, die bei einer Ausgrabung am Fluss Yuruá im Amazonasgebiet Perus gefunden wurden. Die Untersuchung der fossilen Funde wurde am vergangenen Donnerstag in der Zeitschrift „Science“ veröffentlicht.
Der Affe namens Ucayalipithecus perdita, was soviel bedeutet wie „verlorener Affe aus Ucayali“, wog etwa 350 Gramm. Seine versteinerten Zähne ähneln stark denen eines prähistorischen Affens namens Parapithecus, der vor 23 bis 56 Millionen Jahren in Nordafrika im heutigen Ägypten sowie in Tansania und Libyen lebte. Die Zähne von Säugetieren, insbesondere die Backenzähne, eignen sich gut zur Identifizierung, da sie sehr artenspezifisch sind. Für Paläoanthropologen sind sie so etwas wie Fingerabdrücke. In der Vergangenheit gab