Säugetier-Studie zeigt, dass Weibchen länger leben als Männchen
In einer am 23. März in der Zeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlichten Studie hat ein internationales Forscherteam geschlechtsspezifische Sterblichkeitsraten für 101 Säugetierarten untersucht. Bei 60 % dieser Arten lebten die Weibchen deutlich länger als die Männchen. Im Durchschnitt überlebten die Frauen die Männer um ganze 18,6 %.
Ein Ungleichgewicht in der Lebenserwartung zwischen den Geschlechtern wird seit langem vermutet. Genaue Daten zu Tieren gab es allerdings bisher kaum. Im Gegensatz dazu ist der Unterschied bei Menschen gut dokumentiert. Es gibt einen Unterschied in der Lebenserwartung bei Menschen in allen Populationen von durchschnittlich etwa 8 %. 90 % aller Menschen im Alter von über 110 Jahren sind Frauen. Dies ist historisch konsistent, da seit dem 18. Jahrhundert zuverlässige Geburtsdaten verfügbar sind.
Als Tierart, für die besonders viele Daten vorliegen, führten die Forscher das Dickhornschaf an. In Gebieten, in denen ausreichend natürliche Ressourcen zur Verfügung standen, lebten die Männchen etwa so lange wie die Weibchen. In Gebieten mit härteren Bedingungen war der Unterschied in der Lebenserwartung jedoch dramatisch. Einer