Neue Studie: Pestizide zur Mückenbekämpfung könnten Ursache für Erkrankung von Diplomaten sein
In der vergangenen Woche kamen kanadische Forscher zu dem Schluss, dass die rund 40 in Havanna erkrankten US-amerikanischen und kanadischen Diplomaten und deren Familienangehörige Opfer eines Pestizideinsatzes und nicht einer Schallattacke gewesen sein könnten. Diese neue Studie war von der kanadischen Regierung in Auftrag gegeben worden.
Die an 28 Teilnehmern durchgeführten Tests stützen die Diagnose einer Hirnschädigung, die sich die Diplomaten und ihre Familien in Kuba zugezogen hatten. Die Forscher erläuterten, sie hätten in einem für Neurotoxine anfälligen Bereich des Hirns Schäden unterschiedlichen Schweregrades festgestellt. Daraus folgerten sie, dass Cholinesterase, ein für das reibungslose Funktionieren des Nervensystems verantwortliches Schlüsselenzym, dort blockiert wurde.
Die Wirkung einiger Pestizide beruht auf der Hemmung von Cholinesterase. Aufgrund der Zika-Epidemie in der Karibik war in Kuba der Einsatz von Pestiziden zur Mückenbekämpfung verstärkt worden. Laut der Studie zeigten Aufzeichnungen der Botschaft einen signifikanten Anstieg der Pestizidanwendung, wobei das Botschaftspersonal wöchentlich hohen Dosen von Pestiziden ausgesetzt worden war. Damals waren 47 L