Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften für Abhijit Banerjee, Esther Duflo und Michael Kremer
Abhijit Banerjee, Esther Duflo vom Massachusetts Institute of Technology und Michael Kremer von der Harvard University teilen sich den diesjährigen Wirtschaftsnobelpreis für ihren experimentellen Ansatz zur Bekämpfung der globalen Armut. Der Ansatz, der sich auf die Feldforschung von „kleinen lösbaren Problemen“ konzentriert, ist in den letzten zwei Jahrzehnten in der Entwicklungsökonomie weitgehend gängige Praxis geworden.
In früheren Jahren ging der Wirtschaftsnobelpreis an Wissenschaftler für deren Verdienste bei der Entwicklung theoretischer Konzepte in der Wirtschaftswissenschaft. Die diesjährigen Preisträger gehören zu den ersten, die empirische Studien auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse aus Feldexperimenten durchführten, um damit die Wirksamkeit der Entwicklungspolitik in der Gesundheitsvorsorge, bei neuen Technologien oder beim Zugang zu Krediten zu untersuchen. Kritiker an der Entscheidung des Nobelkomitees bemängeln, dass sich die Preisträger nicht auf das große Gesamtbild, sondern auf kleine regionale Probleme konzentrieren. Andere kritisierten, dass die Studien arme Menschen als Versuchskaninchen benutzen.
Die drei Preisträger teilen sich einen Geldpreis v