Neue Studie: Rotes Fleisch ist vielleicht doch nicht gesundheitsschädlich
Laut einer von Wissenschaftlern der Dalhousie University und der McMaster University in Kanada durchgeführten Studie, die vor kurzem in der Fachzeitschrift Annals of Internal Medicine veröffentlicht wurde, stellt der Verzehr von rotem Fleisch oder Fleischprodukten vielleicht ein geringeres Risiko für die menschliche Gesundheit dar, als bisher angenommen. Die kontroverse Studie lieferte keine eigenen empirischen Beweise, sondern basierte auf der Neuinterpretation bereits vorhandener Daten.
Frühere Studien hatten einen klaren Zusammenhang zwischen Darmkrebs bzw. Typ-2-Diabetes und dem Verzehr von rotem Fleisch oder Wurst hergestellt. Die aktuelle Studie arbeitete mit den gleichen Daten wie die früheren Studien, interpretierte die Ergebnisse jedoch anders. In der Studie wird postuliert, dass das Risiko für die Verbraucher gering ist und dass die Zusammenhänge zwischen dem Verzehr von rotem Fleisch und Gesundheitsrisiken bestenfalls schwach sind. Es gäbe keine eindeutigen Beweise, die diese Behauptung stützen. Professor Bradley Johnson, einer der an der Studie beteiligten Forscher, sagte gegenüber der BBC: „Die richtige Entscheidung für die meisten Menschen, jedoch nicht für jeden, ist