Neue Studie: größere wirtschaftliche Gleichstellung in von Populisten regierten Ländern
In Ländern, die von populistischen Regierungen geführt werden, ist ein erheblicher Abbau der wirtschaftlichen Ungleichheit zu beobachten. Das wurde von europäischen und amerikanischen Wissenschaftlern festgestellt. Die am letzten Donnerstag in der Zeitschrift The Guardian veröffentlichte Studie zeigte jedoch auch, dass es einen Zusammenhang zwischen populistischen Regierungen und unfaireren Wahlen, geringeren Beschränkungen der exekutiven Macht und weniger Pressefreiheit gibt.
Die Forscher betrachteten Veränderungen der wirtschaftlichen Ungleichheit in 40 Ländern, in denen als populistisch geltende Staats- und Regierungschefs an der Macht waren. Entgegen den Erwartungen der Wissenschaftler hatten diese Machthaber „einen ziemlich großen Einfluss“ auf die Verringerung der Ungleichheit. Linkspopulistische Führer in Lateinamerika, wie z. B. Evo Morales aus Bolivien und der verstorbene venezolanische Führer Hugo Chávez, hatten dabei den größten Einfluss. Es gab diese Auswirkungen allerdings auch in von Rechtspopulisten regierten Ländern.
Die Daten zeigten außerdem, dass Populismus eine Bedrohung für die Demokratie darstellen kann: Wenn populistische Führer mehr Macht haben, kommt es oft