Ungesunde Ernährung für jeden fünften Todesfall verantwortlich
Laut einer Studie, die am 3. April in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde, soll schlechte Ernährung weltweit für jeden fünften Todesfall verantwortlich sein. Das sind 11 Millionen im Jahr. Für diese Studie wurden Daten aus über 195 Ländern ausgewertet. Die Mittelmeerländer, insbesondere Frankreich, Spanien und Israel, haben weltweit die geringste Zahl ernährungsbedingter Todesfälle. Länder in Südostasien, Südasien und Zentralasien haben die höchste Zahl.
Die Forscher sagen, dass es dabei nicht um Übergewicht geht, sondern um eine ungesunde Ernährungsweise, die zu einer Zunahme von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfällen und Krebs führt. Die Ergebnisse zeigen, dass eine schlechte Ernährung für mehr Todesfälle verantwortlich ist als jeder andere Risikofaktor, einschließlich des Tabakrauchens.
Einer der wichtigsten ernährungsbedingten Risikofaktoren ist ein zu hoher Salzkonsum. Salz ist unter anderem in Brot, Sojasauce und handelsüblichen Fertigprodukten zu finden. Der Verzehr von zu wenig Vollkornprodukten, Nüssen, Gemüse, Omega-3-reichem Fisch und Meeresfrüchten sowie Ballaststoffen trägt ebenfalls zu einer ungesunden Ernährung bei.