Alzheimer-Patienten bilden weniger neue Gehirnzellen als gesunde Menschen
Wissenschaftler in Madrid haben festgestellt, dass Menschen bis weit in ihr neuntes Lebensjahrzehnt neue Gehirnzellen bilden können. Bei Alzheimer-Patienten ist die Anzahl der Zellen jedoch geringer. Dies zeichnet sich bereits ab, bevor die Krankheit diagnostiziert wird. Diese Erkenntnisse wurden am 25. März in der Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlicht.
Die Wissenschaftler führten Tests an Hirngewebeproben von 13 neurologisch gesunden Menschen durch, die im Alter zwischen 43 und 87 Jahren gestorben waren. Während alle Gehirne neu gebildete Neuronen enthielten, nahm die Anzahl dieser Zellen mit zunehmendem Alter ab und sank zwischen 40 und 70 Jahren um 25 Prozent. Anschließend analysierten die Wissenschaftler Hirngewebe von 45 Alzheimer-Patienten im Alter von 52 bis 97 Jahren. Diese Gehirne zeigten ebenfalls Anzeichen der Bildung neuer Zellen, deren Anzahl jedoch wesentlich gerin