| Jana: | Wer sich in der Öffentlichkeit bewegt, ist ständig Reizen ausgesetzt, besonders an Orten, an denen viele Menschen zusammenkommen, wie zum Beispiel im Supermarkt oder im Schwimmbad. Für die meisten Leute stellt dies offensichtlich kein Problem dar, für einige sind diese alltäglichen Reize jedoch eine so hohe Belastung, dass sie sie lieber meiden und nur noch zu Randzeiten oder sogar überhaupt nicht mehr einkaufen gehen. Um diesen Menschen, die oft an nicht sichtbaren Einschränkungen beispielsweise aus dem Autismus-Spektrum leiden, entgegenzukommen, beteiligen sich immer mehr Geschäfte und Einrichtungen an der sogenannten „Stillen Stunde“. |
| Michael: | Was kann ich denn darunter verstehen? |
| Jana: | Wie der Name schon vermuten lässt, geht es zur Stillen Stunde offensichtlich etwas ruhiger und reizarmer zu, zum Beispiel in Supermärkten. |
| Michael: | Das hätte ich jetzt auch allein gewusst. Aber was genau wird in dieser Zeit gemacht? Etwas scheint in der Stillen Stunde ja offensichtlich anders zu sein als sonst. |
| Jana: | In Supermärkten wird das Licht gedimmt, das Piepen der Supermarktkassen und die Hintergrundmusik werden abgestellt, und die Regale werden in der Zeit nicht nachgeräumt. |