Alternatives Deutschland
Teil 2: Wo bewegen wir uns hin?
Die afro-deutsche Journalistin und Politologin Hadija Haruna-Oelkers brachte das in einem Beitrag beim Deutschlandfunk vom 21. Februar über die Morde in Hanau auf den Punkt: „Müssen wir erst getötet werden, damit etwas passiert? Mit diesem „wir“ meine ich alle die migrantisierten, rassifizierten, nicht-weißen Menschen in Deutschland.“ Sie spricht damit den unaushaltbaren Schmerz an, der uns alle zwingt zuzuhören und hinzusehen und kritisiert, dass es oft nur bei voyeuristischer Betroffenheit bleibt. Menschen aus Randgruppen werden zu Talkshows eingeladen, um über ihre Rassismuserfahrungen zu reden, ohne dass tatsächliche Schritte für eine weitreichende Veränderung angestrebt werden.
Die Aufmerksamkeit auf die Zusammenhänge hinter diesen Taten zu richten, ist besonders wichtig, da sie mit dem Sprachgebrauch und der Haltung innerhalb der Gesellschaft zu tun haben. Es fängt damit an