Islamfeindlichkeit und der Aufstieg des Rechtsextremismus in Europa und den USA seit dem 11. September 2001
25 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sind die politischen Folgen des „Globalen Krieges gegen den Terror“ in Europa nach wie vor spürbar. Dieser „Krieg gegen den Terror“ beschleunigte den Aufstieg rechtsextremer Parteien und machte deren islamfeindliche Parolen gesellschaftsfähig. Vor dem 11. September 2001 manifestierte sich Rechtsextremismus vor allem in Antisemitismus und einer nostalgischen Verklärung der faschistischen Vergangenheit.
Die Ereignisse des 11. September und die darauffolgenden, von den USA angeführten Kriege eröffneten rechtsextremen Parteien die große Chance, politisch an Einfluss zu gewinnen. In der Mainstream-Politik und in den Medien wurden alle Muslime mit Misstrauen behandelt, was die Narrative der extremen Rechten widerspiegelte. In dieser Zeit kam es in Europa zur Einführung einer Reihe antimuslimischer Gesetze, darunter Einschränkungen des Tragens religiöser Kleidung und des Baus von Moscheen.
In den USA vollzog sich ein ähnlicher Wandel. Studien zeigen jedoch, dass antimuslimische Ausschreitungen in den USA nicht unbedingt auf Terroranschläge folgen. Stattdessen häufen sich islamfeindliche Vorfälle in den USA im Vorfeld von Wahlen. So hat sic