Feierliche Beerdigung von Kriegsverbrecher Ratko Mladić in Belgrad
Am Montag wurde der wegen Völkermordes verurteilte ehemalige bosnisch-serbische Militärführer Ratko Mladić in Belgrad mit vollen militärischen Ehren beigesetzt. Tausende Anhänger waren zu seiner Beerdigung gekommen. EU-Vertreter verurteilten dies als eine „Verherrlichung von Kriegsverbrechern“ und kritisierten es als unvereinbar mit der von Serbien angestrebten EU-Mitgliedschaft.
Mladić, bekannt als der „Schlächter vom Balkan“, wurde 2017 wegen seiner Rolle beim Massaker von Srebrenica im Jahr 1995 für schuldig befunden. Bosnisch-serbische Truppen ermordeten dort mehr als 8.000 Menschen, zum Großteil muslimische Männer und Jungen. Er war außerdem verantwortlich für die brutale Belagerung von Sarajevo und für ethnische Säuberungen, die mehr als 100.000 Tote forderten und über zwei Millionen Menschen vertrieben.
Mladić war wegen Völkermordes und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Bosnienkrieg zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Trotz seiner Verurteilung und seines berüchtigten Vermächtnisses wird Mladić von vielen Serben weiterhin verehrt. Bei seiner Beerdigung wurden ihm militärische Ehren zuteil: Eine militärische Ehrenformation begleitete den Sarg, und Soldaten feuerten Salu