Ig-Nobelpreis-Verleihung von den USA nach Zürich verlegt
Zum ersten Mal in ihrer 35-jährigen Geschichte wurde die Verleihung des Ig-Nobelpreises von den USA in die Schweiz verlegt. Als Grund nannten die Organisatoren das zunehmend feindselige Klima in den USA gegenüber der Wissenschaft und ausländischen Besuchern. Im vergangenen Jahr waren aufgrund von Sicherheitsbedenken und Visaproblemen nur 6 von 10 Preisträgern anwesend. Die Preisverleihung fand am 3. September in Zürich statt.
Der Physikpreis ging an ein internationales Forscherteam für die Entwicklung eines spritzfreien Urinals. Der Wirtschaftspreis wurde an Forscher verliehen, die einen Zusammenhang zwischen der Zugehörigkeit zu einer höheren sozialen Schicht und unethischem Verhalten herstellten. Sie zeigten, dass Menschen, die der Oberschicht angehören, stärker dazu neigen, Kindern Süßigkeiten zu klauen. Der diesjährige Medizinpreis würdigte Forschungsarbeiten zur Aerodynamik des Naseschnäuzens. Und ein Team, das die evolutionären Wurzeln des Küssens bei Menschen, Menschenaffen und Neandertalern untersuchte, wurde mit dem Biomechanikpreis geehrt.
Die Ig-Nobel-Verleihung würdigt wissenschaftliche Leistungen, die „die Menschen zuerst zum Lachen bringen und dann zum Nachdenken anrege