15 % mehr Verkehrstote in den USA nach Release von Alben populärer Musiker
Eine Studie, die letzte Woche in der Fachzeitschrift JAMA Network Open veröffentlicht wurde, hat einen auffälligen Zusammenhang zwischen der Veröffentlichung neuer Musikalben populärer Künstler und der Zahl der Verkehrstoten in den USA festgestellt. Bei der Analyse von 233.809 tödlichen Verkehrsunfällen zwischen 2017 und 2022 stellten die Forscher fest, dass die Zahl der Verkehrstoten an Albumrelease-Tagen im Vergleich zu den Tagen davor und danach um 15,1 % höher war.
Das Streaming von Musik stieg an solchen Tagen um 43 % an. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die zusätzliche Ablenkung durch das Suchen und Streamen neuer Alben auf dem Smartphone ein unterschätzter Risikofaktor sein könnte. Dagegen erfordert das bloße Anhören alter Playlists weniger Aufmerksamkeit.
Am deutlichsten war dieser Effekt bei Unfällen mit nur einem Fahrzeuginsassen. Am stärksten betroffen waren jüngere Männer in Fahrzeugen mit modernen Infotainment-Systemen. Die Forscher weisen darauf hin, dass auch andere Faktoren eine Rolle spielen könnten. Sie machen mit dieser Studie jedoch auf die Gefahren der Ablenkung durch Smartphones beim Autofahren aufmerksam.