Neue Studie: Menschen leben länger – aber nicht gesünder
Eine neue Studie in der August-Ausgabe von The Lancet Public Health zeigt, dass die weltweite Lebenserwartung auf 73,8 Jahre gestiegen ist. Die Menschen leben länger, verbringen aber einen großen Teil dieser zusätzlichen Lebenszeit in schlechter Gesundheit. Die groß angelegte Analyse von Daten aus 204 Ländern belegt, dass Menschen heute durchschnittlich 14,5 % ihres Lebens in schlechter Gesundheit verbringen.
In wohlhabenderen Ländern ist diese Diskrepanz mit 15,7 % noch dramatischer. Insbesondere in Ländern wie den USA, Australien und Kanada sind große Unterschiede zwischen der Lebenserwartung generell und der gesunden Lebenszeit zu beobachten. Für den Großteil dieser Diskrepanz sind Erkrankungen verantwortlich, die nicht zum Tod führen, wie chronische Rückenschmerzen, psychische Störungen und altersbedingte Beschwerden.
In einkommensstarken Ländern zählen Drogenkonsum und starker Alkoholkonsum zu den größten Risikofaktoren. In Subsahara-Afrika hingegen ist ungeschützter Sex ein Hauptfaktor. Die Studie identifizierte weitere Risikofaktoren, darunter einen hohen Body-Mass-Index, Unterernährung bei Kindern und Müttern, Tabakkonsum, hohe Nüchternblutzucker-Werte und Luftverschmutzung.
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