US-Regierung fordert, dass kubanische Ärzte Italien verlassen
In Kalabrien, Italiens ärmster Region, leisten über 200 kubanische Ärzte Notfall- und andere medizinische Dienste. Zuvor mussten Krankenhäuser dort aufgrund akuten Personalmangels ganze Abteilungen schließen. Die USA kritisieren das Programm und behaupten, es wäre eine „Form des Menschenhandels“ und „Zwangsarbeit“, da die kubanische Regierung einen Großteil der Gehälter der Ärzte einbehält.
Mit rund 9,5 Ärzten pro 1.000 Einwohner hat Kuba eine der weltweit höchsten Ärztedichten und entsendet häufig medizinisches Fachpersonal in Entwicklungsländer. Die Ausweitung des Programms auf Europa ist jedoch ungewöhnlich und umstritten. Den USA gefällt das nicht. Doch trotz des Drucks aus den USA stehen die örtlichen Verantwortlichen weiterhin hinter dem Programm.
Unter dem Druck der USA haben mehrere Länder, darunter Jamaika und Honduras, vor Kurzem ihre Abkommen zur medizinischen Zusammenarbeit mit Kuba beendet. Kalabrien setzt die Partnerschaft jedoch fort und bezahlt die kubanischen Ärzte sogar direkt. Die kubanischen Ärzte senden jedoch einen Teil ihres Verdienstes zurück nach Kuba, als ein Zeichen der Dankbarkeit für ihre Ausbildung. Vorwürfe der Ausbeutung weisen sie zurück.
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