EU-Parlament fordert Ermittlungen gegen FIFA-Präsidenten wegen Trumps Einflussnahme auf die Fußball-WM
Das Europaparlament hat sich in die Kontroverse um US-Präsident Donald Trump und die FIFA eingeschaltet. Gegenstand der Debatte ist die Aufhebung der Spielsperre von US-Stürmer Folarin Balogun durch die FIFA. Balogun hatte im vorangegangenen WM-Spiel wegen eines Fouls eine rote Karte erhalten und hätte daher am 6. Juli in Seattle im Achtelfinale zwischen den USA und Belgien nicht spielen dürfen.
Nach einem Telefonat zwischen Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino hob die FIFA Baloguns Sperre unter Berufung auf eine selten genutzte Rechtslücke auf. Die Entscheidung löste in ganz Europa und in der weltweiten Fußball-Fangemeinde Empörung aus. Die UEFA bezeichnete die Entscheidung als „unbegründbar“, und der belgische Fußballverband protestierte gegen Baloguns Spielberechtigung.
Alle Proteste wurden zurückgewiesen, und das Spiel fand mit Balogun in der Startelf statt. Trotz dieser Intervention besiegten die Belgier die USA mit einem vernichtenden 4:1. Nach dem Vorfall forderte eine Gruppe von Mitgliedern des Europaparlaments 27 Fußballverbände auf, zu untersuchen, ob der Druck von Donald Trump das Vorgehen der FIFA beeinflusst hat.