Politische Kontroversen zur Eröffnung der Biennale in Venedig
Am 9. Mai wurde die 61. Biennale von Venedig inmitten heftiger geopolitischer Spannungen und massiver Proteste eröffnet. Die Biennale ist eine bedeutende internationale Ausstellung für zeitgenössische Kunst, die dafür bekannt ist, die Werke von Kunstschaffenden aus aller Welt zu präsentieren. In diesem Jahr wurde das Festival jedoch von Kontroversen überschattet, insbesondere im Zusammenhang mit den Kriegen in Gaza und der Ukraine.
Alle Mitglieder der Jury sind zurückgetreten, nachdem sie sich geweigert hatten, Preise an Länder zu vergeben, deren Regierungschefs wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt sind, wie Israel und Russland. Dutzende Kunstschaffende haben sich aus Solidarität mit den Jurymitgliedern ebenfalls aus dem Wettbewerb zurückgezogen. Als Reaktion darauf führte die Biennale ein neues öffentliches Abstimmungssystem ein.
In den Straßen Venedigs kam es zu großen Demonstrationen. Das im Exil lebende russische Kunstkollektiv Pussy Riot stürmte den russischen Pavillon. Tausende demonstrierten auch gegen die Teilnahme Israels. Einige Pavillons, darunter die von Japan, Finnland und Großbritannien, blieben stundenlang geschlossen, während sich deren Kunstschaffende