Abbau von Frauenrechten in Israel: ein Spiegelbild globaler Trends?
Laut dem Index für Frauen, Frieden und Sicherheit 2025/26 ist Israels weltweite Position bei der Gleichstellung der Geschlechter von Platz 27 auf Platz 84 gefallen. Dies ist ein dramatischer Rückgang für ein Land, das 1951 ein revolutionäres Gesetz zur Gleichberechtigung von Frauen verabschiedete und mit Golda Meir eine der ersten weiblichen Regierungschefs der Welt hatte.
Die Aushöhlung der Frauenrechte wird von der ultraorthodoxen Fraktion der Koalition von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vorangetrieben. Der Verlust an Gleichberechtigung spiegelt auch den Rückgang der politischen und wirtschaftlichen Macht von Frauen wider. Derzeit sind nur sechs von 33 Ministern Frauen, und keine von ihnen führt eine große Partei oder ein wichtiges Ministerium.
Darüber hinaus würde ein umstrittener neuer Gesetzentwurf diesen Rückschritt noch verstärken, da er den ausschließlich mit Männern besetzten staatlichen Religionsgerichten mehr Macht über zivile Streitigkeiten einräumen würde. Frauenrechtsaktivistinnen befürchten eine institutionalisierte Diskriminierung und warnen davor, dass die Frauenrechte durch die vorgeschlagenen Änderungen um Jahrzehnte zurückgeworfen werden könnten.