Neue Studie: Ist die menschliche Evolutionsgeschichte komplexer als bisher angenommen?
In einer in der letzten Woche in der Fachzeitschrift Science veröffentlichten Studie wurde ein Schädel untersucht, der vor Jahrzehnten in Zentralchina entdeckt worden war. Die digitale Rekonstruktion dieses eine Million Jahre alten Schädels lässt darauf schließen, dass er einem frühen menschlichen Vorfahren gehören könnte, was auf eine komplexere Evolutionsgeschichte hindeutet. Die Studie verändert unser Verständnis der menschlichen Evolution.
Der rekonstruierte Schädel hat Merkmale eines frühen Denisova-Menschen, die ihn vom primitiven Homo erectus unterscheiden. Die Ergebnisse könnten den Zeitpunkt des Aufkommens des Homo sapiens um 400.000 Jahre zurückdatieren. Paläoanthropologen sagen, dass diese Ergebnisse darauf hindeuten, dass sich unsere Vorfahren bereits vor einer Million Jahren in verschiedene Gruppen aufgespalten haben.
Die Analyse regt außerdem eine Neubewertung weiterer Fossilienfunde in China an und weist auf deren mögliche Zugehörigkeit zur gleichen Abstammungslinie hin. Dies könnte das Verständnis der Ursprünge des Menschen grundlegend verändern und Zweifel an bisherigen Vorstellungen darüber wecken, wann sich der moderne Homo sapiens, die Neandertaler und die Denisov