Geplante kommerzielle Oktopus-Farm in Spanien wirft Bedenken im Hinblick auf den Tierschutz auf
Das spanische Unternehmen Nueva Pescanova plant die Eröffnung der weltweit ersten Oktopus-Farm. Die Farm wird sich auf den Kanarischen Inseln in Spanien befinden. Dort sollen jährlich bis zu einer Million Oktopusse für den menschlichen Verzehr gezüchtet werden. Der Plan löste jedoch eine Welle von Protesten von Wissenschaftlern und Tierschutzgruppen aus.
Oktopusse sind Einzelgänger und leben in dunklem Wasser. Sie gelten weithin als sehr intelligent. Deshalb haben die vorgeschlagenen Zucht- und Schlachtverfahren große Bedenken und Proteste ausgelöst. Das Unternehmen plant, die Tiere in großen Tanks zusammenzupferchen, die permanent beleuchtet sind. Zur Tötung sollen sie in eiskaltes Wasser getaucht werden.
Frei lebende Oktopusse werden mit Töpfen, Leinen und Fallen gefangen. Sie werden weltweit als Delikatesse geschätzt. Sie wurden noch nie kommerziell gezüchtet. Deshalb gibt es keine Tierschutzvorschriften. Studien deuten darauf hin, dass das Tauchen in Eiswasser einen langsamen, qualvollen und stressigen Tod bedeutet, insbesondere für intelligente Arten wie Oktopusse.