Genetische Besonderheiten bei streunenden Hunden in Tschernobyl
Am 3. März wurde in der Zeitschrift Science Advances eine Studie über die langfristigen Auswirkungen von Strahlenbelastung veröffentlicht. Das Projekt war eine Zusammenarbeit von Wissenschaftlern aus den USA, der Ukraine und Polen. Sie untersuchten das genetische Profil von Hunden, die in der Sperrzone um das Kernkraftwerk Tschernobyl leben.
Nach der Katastrophe in Tschernobyl von 1986 waren die Anwohner gezwungen, eine 30 Kilometer breite Sperrzone um das Kernkraftwerk herum dauerhaft zu evakuieren. Sie mussten ihre Häuser verlassen und ihr gesamtes Eigentum – in vielen Fällen auch ihre Haustiere – zurücklassen. Heute leben Hunderte von streunenden Hunden in der Umgebung des Kraftwerks.
In den letzten Jahren haben Forscher die erste umfassende Analyse der DNA dieser Tiere durchgeführt. Es ist der erste Schritt auf dem Weg zum Verständnis, wie sich die langfristige Strahlenbelastung auf Hunde ausgewirkt hat. Der Studie zufolge unterscheiden sich die Hunde von Tschernobyl genetisch von anderen Hunden.