Mord über Maskendisput löst bundesweit Entsetzen und Trauer aus
30 September 2021
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| Jana: | Deutschland trauert um einen 20-jährigen Studenten, Mario N., der am 18. September in Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz von einem Maskenverweigerer umgebracht wurde. Der Student arbeitete an einer Tankstelle, um sich für seine Führerscheinprüfung Geld hinzuzuverdienen. Der Täter, ein 49 Jahre alter Deutscher, kam ohne Maske in die Tankstelle, um Bier zu kaufen. Der Student wies ihn auf die Maskenpflicht hin, worauf der Mann verärgert die Tankstelle verließ. Er kam eine halbe Stunde später mit einer Waffe zurück, die er illegal besaß, und schoss dem Studenten voll ins Gesicht. Er stellte sich später der Polizei, gestand die Tat und sagte, er habe … ein „Zeichen setzen“ wollen … |
| Michael: | Bist du ok? Ich merke, wie dich das mitnimmt. Die Angehörigen und Freunde Marios haben natürlich auch mein volles Mitgefühl. |
| Jana: | Ich muss zugeben, mir versagen noch zwei Wochen später die Worte. Die Tat hat in ganz Deutschland Entsetzen und Trauer ausgelöst. Der Täter war nicht polizeibekannt, hatte sich aber wohl im Internet auf einschlägigen Querdenker-Webseiten bei Corona-Leugnern, Impfgegnern und Verschwörungstheoretikern eingelesen. Experten waren über diese Tat nicht überrascht. Sie sehen eine zunehmende Gewaltbereitschaft unter Querdenkern. Der Erfolg der Impfkampagne in Deutschland sei nicht zu leugnen und dadurch bliebe der Zulauf zu diesen Gruppen aus. Gerade das soll aber zu einer weiteren Radikalisierung des Kerns geführt haben. Bist du so traurig wie ich, Michael? |