Ohne Facebook ist man glücklicher, wenn auch weniger gut informiert
Sozialwissenschaftler haben seit langem über die Auswirkungen von Social Media auf die psychische Gesundheit und die zwischenmenschlichen Beziehungen spekuliert. Eine neue, im Januar auf dem „Social Science Research Network“ veröffentlichte, umfassende Studie liefert dazu jetzt einige Erkenntnisse.
Forscher der Stanford University und der New York University rekrutierten fast 3.000 Facebook-Nutzer im Alter von mindestens 18 Jahren für ihre Studie. Eine Hälfte der Teilnehmer erhielt 100 Dollar, um ihre Facebook-Accounts für einen Monat zu deaktivieren. Die andere Hälfte deaktivierte ihre Accounts nicht. Alle Teilnehmer beantworteten vor und nach der Studie Umfragen, in denen sie nach ihrem Tagesablauf, ihren politischen Ansichten und ihrer allgemeinen Gemütsverfassung befragt wurden. Während der Studie kontaktierten die Forscher die Teilnehmer außerdem per SMS, um ihr Wohlbefinden in Echtzeit zu beurteilen.
Diejenigen, die Facebook deaktiviert hatten, berichteten, dass sie pro Tag durchschnittlich eine Stunde mehr Freizeit hatten. Sie hätten dies genutzt, um mehr Zeit mit ihrer Familie und Freunden zu verbringen oder allein fernzusehen. Das Facebook-Fasten hatte außerdem einen leich