Japanische Frauen lehnen die Tradition der „Pflichtschokolade“ ab
Immer mehr Japanerinnen brechen mit einem traditionellen Brauch, der von ihnen verlangt, männlichen Kollegen, Bekannten und anderen Männern, mit denen sie keine romantische Beziehung haben, am Valentinstag Schokolade zu schenken. Frauen geben teilweise jedes Jahr Tausende Yen für Schokolade aus, damit sich keiner ihrer männlichen Bekanntschaften benachteiligt fühlt.
Der Brauch mit dem Namen „Giri-Choco“ (wörtlich „Pflichtschokolade“) stammt aus dem Jahr 1958, als Japan begann, den Valentinstag zu feiern. Damals startete ein japanischer Süßwarenhersteller eine Werbekampagne, in der Frauen dazu angehalten wurden, Männern Schokolade zu schenken. Neben der Schokolade für ihre männliche Kollegen schenken Frauen ihren Ehemännern und ihren Freunden „Honmei-Choco“ oder „Favoriten-Schokolade“. Männer revanchieren sich dann einen Monat später und schenken Frauen am „White Day“ Schokolade.
Firmen in Japan haben begonnen, „Giri-Choco“ zu verbieten. Laut einer auf der Nachrichten-Webseite „Japan Today“ veröffentlichten Umfrage sehen fast 40 Prozent der weiblichen und männlichen Büroangestellten diesen Brauch als einen Zwang. Eine weitere Umfrage eines Kaufhauses in Tokio ergab, dass nur 35 Prozen