„Bumerang-Kinder“ mindern die Lebensqualität ihrer Eltern
Wenn erwachsene Kinder wieder bei ihren Eltern einziehen, verringert sich die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Eltern erheblich. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der London School of Economics and Political Science. Die in der Märzausgabe der Fachzeitschrift Social Science & Medicine veröffentlichten Ergebnisse zeigten, dass dieser Effekt nur dann auftrat, wenn keine anderen Kinder zu Hause wohnten und nicht, wenn noch andere Kinder bei ihren Eltern lebten.
Die Forscher analysierten Daten aus 17 europäischen Ländern, die zwischen 2007 und 2015 gesammelt wurden. Zur Bewertung der Lebensqualität der Eltern erfassten sie deren Gefühl der Kontrolle, Autonomie, Freude und andere Faktoren. Sie stellten fest, dass sich, wenn erwachsene Kinder in ein „leeres Nest“ zurückkehren, die Lebensqualität ihrer Eltern in einem Maße verschlechtert, als wenn diese eine altersbedingte Behinderung entwickeln, wie zum Beispiel Schwierigkeiten beim Gehen oder beim Anziehen.
Die Forscher erklärten die Ergebnisse mit den Worten: „Eltern genießen ihre Unabhängigkeit, wenn die Kinder ausziehen. Das erneute Füllen eines leeren Nestes kann als eine Missachtung angesehen werden.“ Sie stellten au