Experten für künstliche Intelligenz fordern Boykott der Entwicklung von „Killerrobotern“
Nahezu 60 prominente Experten für künstliche Intelligenz haben Ende letzten Monats einen Brief unterzeichnet, in dem sie den Boykott einer südkoreanischen Universität forderten. Sie befürchten, dass die neue Partnerschaft der Universität mit einem führenden Rüstungsunternehmen zur Entwicklung von „Killerrobotern“ führen könnte.
Die Experten, die aus der ganzen Welt stammen, erklärten, dass sie sich weigern, mit Wissenschaftlern vom Korea Advanced Institute of Science and Technology zusammenzuarbeiten. Das Institut arbeitet gemeinsam mit Hanwha Systems, Südkoreas führender Rüstungsfirma, an der Entwicklung von Technologien für künstliche Intelligenz (KI) zur Herstellung autonomer militärischer Waffen. Das gemeinsame Projekt konzentriert sich auf KI-basierte Systeme zur Entscheidungsfindung, Navigation, sowie zur Objektverfolgung und -erkennung.
Die Vereinten Nationen trafen sich diese Woche in Genf, um zu diskutieren, wie die von autonomen Waffen ausgehende Sicherheitsbedrohung eingedämmt werden kann. Mehr als 20 Länder haben bereits ein generelles Verbot von sogenannten „Killerrobotern“ gefordert.