Gigantischer Eisberg in Antarktis droht abzubrechen
In den nächsten Monaten könnte in der Antarktis einer der größten jemals registrierten Eisberge von einem Eisschelf abbrechen. Das berichteten britische Wissenschaftler am vergangenen Donnerstag. Dieses Ereignis könnte zu einem weiteren Kollaps des Eisschelfs und damit zu einem weltweiten Anstieg des Meeresspiegels führen.
Ein Riss im Larsen C-Schelfeis hat sich seit Dezember rapide ausgeweitet. Wissenschaftler haben den Riss seit dem Kollaps von zwei anderen Eisschelfen in der Antarktis in den letzten 20 Jahren genau beobachtet. Obwohl solche Risse den Angaben der Wissenschaftler zufolge natürliche Erscheinungen sind, kann die globale Erwärmung dazu beigetragen haben. Larsen C verhindert das Ausströmen von Gletschern der Antarktis in den Ozean. Ein weiterer Kollaps des Schelfeises könnte zu einem Anstieg des weltweiten Meeresspiegels um 10 Zentimeter führen.
Der Eisberg, der abzubrechen droht, hat eine Größe von mehr als 5.000 Quadratkilometern. Das entspricht mehr als 10 Prozent des gesamten Eisschelfs. Die Wissenschaftler erwarten, dass dieses Ereignis die Küstenlinie der Antarktis-Halbinsel entscheidend verändern wird.