Kuba will Schulden bei Tschechien mit Rum begleichen
In der vergangenen Woche hat Kuba der Regierung der Tschechischen Republik ein ungewöhnliches Angebot unterbreitet: die kubanische Regierung will ihre Schulden in Rum und Medikamenten zurückzahlen. Kuba schuldet der Tschechischen Republik etwa 276 Millionen Dollar. Die Schulden stammen noch aus der Zeit des Kalten Krieges.
Ein Rückgang der Preise für Zucker, Nickel und andere kubanische Exportartikel hat dazu geführt, dass das Land keine ausreichenden Mengen an Barmitteln besitzt und daraufhin Naturalien als Zahlungsmittel vorschlug. Neben Tschechien schuldet Kuba auch anderen Ländern Gelder in Milliardenhöhe. Hierzu zählen Großbritannien, Australien und Kanada. Sollte die tschechische Regierung Kubas Angebot annehmen, hätte das Land, laut Berichten der BBC, genug Rum für mehr als hundert Jahre.
Während die tschechische Finanzministerin Lenka Dupakova den Vorschlag als „eine interessante Option“ bezeichnete, erklärte die Regierung, sie würde Bargeld für zumindest einen Teil der Summe bevorzugen. Der Rum müsste auf dem tschechischen Markt beworben werden, was mit Kosten verbunden sein würde. Medikamente als Zahlungsmittel können problematisch sein, da kubanische Medikamente in